Hungerlohn trotz Vollzeitjob#
Gestern beim Zappen auf dem rbb hängen geblieben, wo sehr anschaulich (in Zahlen) dargestellt wurde, wie einige Mitbürger trotz 40-Stunden-Woche dazu angehalten sind (bzw. werden), bei der Agentur für Arbeit die sog. Aufstockung in Anspruch zu nehmen.
Hungerlohn trotz Vollzeitjob in der ARD Mediathek.
Abartig.
Angeblich gibt es gerade Vorbereitungen/Diskussionen für einen Mindestlohn (http://www.tagesschau.de/inland/mindestlohn254.html, http://www.tagesschau.de/wirtschaft/mindestlohn248.html). Man kann zumindest hoffen, dass dann jeder genügend verdient, aber das eine hat nicht unbedingt etwas mit dem anderen zu tun. Andererseits ist es natürlich auch fragwürdig, ob man Mindestlöhne gesetzlich festlegen kann, die als Lebensgrundlage nicht ausreichen.
“Andererseits ist es natürlich auch fragwürdig, ob man Mindestlöhne gesetzlich festlegen kann, die als Lebensgrundlage nicht ausreichen.” Wie meinst du das?
Wenn ich das mal durchkaue mit den 6,89 Euro/h im Osten, sind dass für einen ledigen, kinderlosen Vollzeittätigen (40h/Woche) so ~ 841 Euro netto im Monat.
Abzüglich Miete und sonstigen Fixkosten sind damit m. E. auch keine “großen Sprünge” möglich …
> Wie meinst du das?
Mindestlöhne, die so niedrig sind, dass Aufstockungen beantragt werden müssen. Eigentlich müsste diese Aufstockung komplett wegfallen, wenn Mindestlöhne (für alle Branchen) eingeführt werden, da es nicht sein kann, Mindestlöhne festzulegen, die unterhalb der Grundsicherung liegen.